Home Office; Arbeiten in der Home-Office; von Zuhause aus arbeiten; Home Job

Arbeiten in der Home-Office

Auf mehrfacher Anfrage, wie ich arbeite, entstand nun dieser Blogbeitrag. Denn ich arbeite ausschließlich von zu Hause aus. Das war auch schon mal anders, aber davon möchte ich Euch heute berichten im Beitrag „Arbeiten im Home Office“.

Wie kam ich zur Home Office?

Dieser Beitrag enthält Werbung durch Verlinkung

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich mal in einem Büro arbeite! Am Schreibtisch. Ich?? Never! Ich bin gelernte Zahnarzthelferin mit diversen Fortbildungen. Aber nicht die an der Anmeldung, sondern die, die die Zahnreinigung macht, Abdrücke, mit Kindern arbeitet. Nebenbei absolvierte ich das private Studium zur Tierheilpraktikerin und arbeitete am Abend und am Wochenende mit Pferden, Hunden und Kleintieren.

Dann kam die fixe Idee, Zahnmedizin zu studieren. Allerdings hatte das Leben einen anderen Plan mit mir, mein erster Sohn war unterwegs. Das bedeutete für mich, das Studium zu unterbrechen und später sogar ganz aufzugeben. Nun gab ich meinem Mann die Chance, Karriere zu machen und stellte mich hinten an.

Als mein kleiner Sohn in den Kindergarten kam (er und ich blieben zu Hause bis er 3 Jahre alt war und ich würde es nie anders machen!) suchte ich mir einen Aushilfsjob, damit ich weiterhin flexibel war und trotzdem etwas in die Kasse beisteuerte. Wir waren auf jeden Cent angewiesen, denn mein Mann war ja gerade erst selbstständig und das dauert, bis man davon so wirklich leben kann.

Mein Plan war, diesen Job solange zu machen, bis beide Kinder in der Grundschule waren. Es wurden daraus 5 Jahre, weil ich auch die erste Grundschulzeit noch überbrücken wollte, obwohl der Job echt hart war, vorallem körperlich, denn ich arbeitete in einer Reinigung als Büglerin.

Irgendwann lief die Firma meines Mannes so gut, dass ich den Job aufgeben konnte um ihn zu unterstützen. So ganz ohne Ahnung zu haben, was da auf mich zukam, startete ich Kopfüber ins kalte Wasser. Eine mini-kurze Einführung, los gings. Learning by doing.

Bea goes busy

Mein Job ist, verschiedene Firmen anzutelefonieren, um ihnen verschiedene Angebote zu unterbreiten, Termine für Aussendienstler, bishin zu telefonische Termine mit den Beratern zu vereinbaren. Mittlerweile auch Eventmanagement.

Wie das funktioniert? Man muss das mögen, darf keine Scheu haben. Das habe ich nicht und ich entdeckte meine neue Leidenschaft:

Kaltaquise

Ich bekam von meinem Mann ein Callscript, nachdem ich telefonierte. Schnell entwickelte ich daraus mein eigenes, das verdammt erfolgreich ist!

Nun ist es aber so, dass das Arbeiten in der Homeoffice nicht reiner Spaß ist und einfach von der Hand geht! Für mich ist es einfach die beste Option, Familie und Job unter einen Hut zu bringen. Denn bisher war es ja so, dass ich nur meinen Mann unterstützte. Mittlerweile bin ich Gesellschafterin und habe meine eigene Abteilung. Und den Blog, für den meine Erfahrungen im Online Marketing mit Kaltaquise unglaublich hilfreich ist.

Viele stellen sich die Arbeit im Home Office total idyllisch vor, so in den eigenen vier Wänden, auf dem Sofa sitzend, mit nem Kaffee in der Hand.

Ich muss sagen, dass es mir vorallem am Anfang, aber auch zwischendurch, wenn ich mal Urlaub gemacht habe oder einfach mal ein paar Tage nichts, es unglaublich schwerfällt, mich wieder an den Schreibtisch zu setzen. Denn auf dem Sofa erarbeite ich nur die Blogbeiträge! Da ich ja telefoniere, sitze ich an meinem Arbeitsplatz am Schreibtisch, den ich mir selbst eingerichtet habe. Mein Mann hat das Büro auf einer anderen Etage, so kommen wir uns nicht in die Quere.

Warum ist es so schwer, sich wieder hinzusetzen und weiterzumachen?

Es ist niemand da, der sagt, Du musst!  Die Motivation muss von ganz alleine kommen. Spätestens wegen dem Geld.

Also habe ich mal aufgelistet, was die Vor- und Nachteile sind (diese Liste werde ich immer wieder auffrischen, also nagelt mich nicht drauf fest):

Positiv:

  • Wenn die Schule mal ausfällt, bin ich da (pädagogischer Tag, Krankheit der Kinder, Ferien). Wer hat so viele Tage Urlaub in einem Angestelltenverhältnis?
  • Haustiere erlaubt! Unser Hund ist also nie wirklich lange alleine
  • Wenn die Kinder später Schule haben, einen Ausflug machen, früher Schule aushaben, kann man schneller reagieren und muss niemanden fragen
  • Man ist sein eigener Chef (bedingt!)
  • Eigener Kaffee, eigenes Frühstück, wann immer man will
  • Kein Mobbing zwischen Kollegen (für mich der Hauptgrund!)
  • Keine Ablenkung
  • Kein Fahrtweg (wichtiger Grund!)
  • Kein Dresscode! Man kann im Jogginganzug arbeiten. Sieht mich ja keiner.

Negativ:

  • Wenn die Schule ausfällt, ist man zwar da, aber die Kinder müssen lernen, sich selbst zu beschäftigen. Man arbeitet nicht so konzentriert, als wenn sie in einer Betreuung wären!
  • Man ist immer verfügbar, das denken zumindest alle Menschen im Umfeld, inklusive Schule.
  • Kein Chef der einen mal in den Popo tritt, sei es motivierend, sei es nervend.
  • Kein Austausch mit Kollegen, sei es private Gespräche, sei es über den Job, denn da gibt es auch mal etwas zu verarbeiten.
  • Man kommt garnicht mehr raus.
  • Keine Putzfrau, do it yourself.
  • Der Arbeitsplatz muss selbst ausstaffiert werden (vor allem, wenn es die eigene Firma ist!)

Vieles von der negativen Liste bringt viele dazu, sich gegen einen Home Office Job zu entscheiden und ich kann das gut verstehen. Denn es fällt mir auch nicht immer leicht. Wenn ich das jetzt für eine Firma machen würde, die nicht meine eigene ist, würde es mir noch schwerer fallen, dann würde ich lieber dort in das Büro fahren. Wenn das möglich ist. Bei uns ist es (noch) nicht möglich, steht aber irgendwann auch im Raum.

Was am Anfang echt am Schwierigsten war, war, dem Umfeld beizubringen, dass man zwar zu Hause ist, aber eben nicht immer verfügbar! Die Kinder mussten lernen, dass mein Mann und ich am Telefon arbeiten und nicht sofort reagieren können, wenn sie etwas wollen. Meine Eltern ebenso.

Ein fester Plan hilft mir, mit Struktur besser durch die Woche zu kommen

Mit der Let’s do this Liste von Leadyourself.de, die ich immer freitags fülle und montags fertigstelle, plane ich, was in der Woche wann zu tun ist. Da schreibe ich nichts Privates hinein. Einfach nur, welches Projekt ich an welchem Tag bearbeite, welche Ideen ich noch habe und was genau getan werden muss.

Arbeiten im Home Office

Mit dem Blogplaner von booklovin.de plane ich meine Blogbeiträge ebenso wie Facebook und Instagram.

Mein Arbeitsplatz

Arbeiten im Home Office

Meinen Arbeitsplatz habe ich im Schlafzimmer eingerichtet, denn mein Mann nimmt das Arbeitszimmer komplett ein und telefoniert sehr laut, noch dazu kann er nicht dabei sitzen, sondern läuft herum.

Ich habe mir kurzerhand den Schreibtisch meines Sohnes, der eh nur die Hausaufgaben am Küchentisch macht, geholt, mein Mann besorgte mir Telefone, Headset (nie wieder ohne! Die Hände freizuhaben, ist echt viel wert!) und einen großen Laptop. Ich brauche immer noch einen Block, denn ich muss immer Notizen machen. Das wars.

Was allerdings total wichtig ist, ist der Ausgleich!

Denn wie schon bei „negativ“ erwähnt, kommt man ja nicht wirklich raus. Bevor man völlig vereinsamt und einstaubt, ist es wichtig, rauszukommen. Ich gehe zum Online Marketing Lunch von Andrea von https://sternundberg.de/ , treffe andere Blogger auf Events, andere Mamas vor der Schule oder bei Besuchen, gehe mit dem Hund raus (damit ich mal das Tageslicht sehe) und versuche etwas Sport zu treiben.

Auch wenn Außenstehende nicht kapieren, dass man wirklich arbeitet, es kann genauso stressig sein, wie jeder andere Job auch! Es gibt auch hier Tage, an denen man völlig erfolgslos und frustriert ist. Und dann macht man sich nur umso mehr Stress. Also braucht man Tipps zum Stressabbau. Dazu las ich vor Kurzem einen hervorragenden Blogbeitrag von Verena von Whoismocca.com: https://whoismocca.com/its-fem/stress-abbauen-methoden-entspannung-alltag-bookbeat-erfahrungen/ . Lest Euch gerne mal rein. Ich habe da viel von gelernt.

Ich bin sehr zufrieden mit der Situation, denn es ist unsere eigene Firma, unser eigenes Geld und mein Blog, mit meinen eigenen Händen erstellt. Ich arbeite gerne mit den Kunden zusammen und stehe voll hinter ihren „Produkten“. Ich kann mir aussuchen, mit wem ich arbeite und mit wem nicht, habe derzeit nichts mit Mobbing zu tun und die Freiheit, einfach mal nichts zu tun. Ich würde, wenn nichts dazwischen kommt, gerne nie wieder anders arbeiten. Denn das schließt nicht Teamarbeit aus. Meine Kunden bilden ein tolles Team.

Ich hoffe, Euch hat mein Beitrag gefallen und für die, die es sich vielleicht vorstellen können, wie ich zu arbeiten, die Entscheidung vielleicht vereinfacht. Sucht Ihr einen Job dieser Art? Schreibt mich an, ich erkläre Euch, was genau wir tun und wofür wir Leute brauchen.

Eure Bea.