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Selbstständig machen Ü40 – why not?

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„Selbstständig machen Ü40 – why not? Wie plant man einen Neustart mit 40 richtig?  Was sind die Voraussetzungen?  Wie erstellt man einen Businessplan? Welche Unternehmensform passt zu mir? Diesen Fragen gehe ich hier auf den Grund.

Neue Karriere mit 40?

Warum eigentlich nicht? Ist nicht das heutige 40 das neue 30? Mit 40 stehst Du mit beiden Beinen mitten im Leben. Du kannst schon auf berufliche Lebenserfahrung zurückblicken und hast privat viel erreicht. Die Kinder sind aus dem Kleinkinder-Alter entwachsen und brauchen nicht mehr die volle Eltern-Energie. Diese kann man jetzt in den beruflichen Neustart stecken. Nur – das wirklich noch einmal wagen? Mit allen Risiken, die ein Neustart mit sich bringt? Raus aus der Comfort Zone?

Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Kurze Geschichte aus eigener Erfahrung

Ja, ich bin Ü40!

Und ich habe mich letztes Jahr gewagt, ein Unternehmen zu gründen. Okay, in manchen Situationen war es rückblickend vielleicht übers Knie gebrochen, manches war völlig unüberlegt, vieles einfach aus dem Bauch heraus. Aber – egal! Ich habe es gewagt! Los, nun bist Du dran! Arsch hoch und los geht’s!

Selbstständig machen Ü40 - why not?
Auch das gehört dazu – sich verkriechen wollen oder alles hinwerfen! Aber niemals dem Impuls nachgeben sonder dran bleiben: Es lohnt sich!

Nur – was und wie? Ins Tun kommen

Du hast eine Idee. Das ist ein guter Anfang. Nun hast Du auch noch das Know-How, diese Idee umzusetzen, das heißt, eine Ausbildung in der Richtung gemacht, studiert oder willst quer einsteigen.  

Dann solltest Du mit der Planung beginnen. Let’s do it!

Planung

  • Wie viele Stunden kannst Du in der Woche für die Arbeit investieren?
  • Wieviel Geld willst Du investieren, falls Du ein Start Up gründen willst?
  • Business-Plan erstellen
  • Eventuell Genehmigungen beantragen/ Gewerbeschein?
  • Krankenversicherung abgesichert?
  • Erst einmal Gedanken machen:

Womit willst Du Dich selbstständig machen und gibt es einen Markt dafür? Was muss ich können für mein Business?

Brauchst Du für Deine Idee eine Ausbildung? Eventuell ein Studium? Oder hast Du eine/n Partner/in, der/ die diese hat und Dich unterstützt? Gemeinsam ist es oft einfacher. Aber das soll natürlich kein Grund sein, allein nicht durchzustarten. Man muss nur das nötige Know-How haben.

Du hast festgestellt, dass Deine Idee auf dem Markt, so wie Du sie vorstellen willst, nicht oder wenig vorhanden ist? Dass Du das auch ohne Ausbildung oder Studium super kannst? Dann kannst Du auch quer einsteigen. Es ist definitiv nicht einfach! Aber einfach mal machen! Mehr als auf die Nase fallen kannst Du nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht verlieren kann. Entweder man gewinnt oder man lernt!

Wenn man Geld braucht für sein Business oder daraus ein Unternehmen aufbauen möchte, dann braucht man einen Business-Plan.

Businessplan erstellen – so geht’s

Mit Word oder Excel einen Business-Plan zu erstellen ist absolut Old-School und out. Im Internet findet man zahlreiche kostenlose Vorlagen. Diese kann man sehr gut nutzen und reichen vollkommen aus.

Was muss in einen Businessplan?

  • Natürlich muss zu allererst in einen Businessplan Deine Idee. Wofür brennst Du? Wer ist Deine Zielgruppe? Was bietest Du an?
  • Wohin soll sich Deine Idee entwickeln? Wird daraus mal ein Unternehmen?
  • Den Markt und wie es mit Wettbewerbern aussieht, solltest Du auch einbringen
  • Wie sieht Deine Marketing-Strategie aus?
  • Was brauchst Du für den Start? Brauchst Du Mitarbeiter, wenn ja, wie viele? Brauchst Du Start-Kapital?
  • Eine abschließende Zusammenfassung – falls Du den Businessplan einer Bank vorlegst, lesen die Zuständigen am Liebsten erst die Zusammenfassung, um dann zu entscheiden, ob es sich für sie lohnt, den kompletten Business-Plan durchzuarbeiten. Deshalb sollte man da extra Zeit hineininvestieren.

Ein Businessplan kann von 20 bis 100 Seiten enthalten. Also ruhig das Angebot der Vorlagen im Internet nutzen.

Think big – Starte ich gleich ein Unternehmen?

Warum eigentlich nicht? Es ist an der Zeit, gerade über 40, sich nicht mehr vorsichtig an etwas zu versuchen, sondern es richtig durchzuziehen und gleich groß zu starten. Nur – welche Unternehmensform passt zu Dir?

Selbstständig machen Ü40 – why not?

Unternehmensformen in Deutschland:

Man unterscheidet zwischen 3 Arten:

  1. Einzelunternehmen (Kleingewerbebetreibende, Einzelunternehmer)
  2. Personengesellschaften (GbR, OHG, KG)
  3. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG haftungsbeschränkt, AG und Limited)

Da muss man einfach schauen, was am Besten passt:

Bist Du alleine und willst Dich einfach selbstständig machen? Dann ist ein Einzelunternehmen von Vorteil, denn der Gründungsablauf ist einfach und kurz. Du kannst aber auch alleine eine UG gründen, die „kleine Schwester“ der GmbH. Schließlich sagten wir ja „THINK BIG“. Eine UG (haftungsbeschränkt) kann man alleine gründen, bringt aber deutlich mehr Verwaltungsarbeit mit sich und muss notariell beglaubigt werden.

Es gelten also folgende Fragen zu klären:

  • Bin ich alleine oder arbeite ich in einem Team?
  • Wie risikoreich ist die Geschäftsidee?
  • Startkapital von Nöten?
  • Möchte ich viel bürokratischen Aufwand haben/ wie komme ich damit klar?
  • Wie schnell möchte ich starten?
  • Wieviel Hilfe möchte ich in Anspruch nehmen oder möchte ich so viel wie möglich selbst machen?

Ready to start your Business?

Es ist nicht so viel anders als mit 20:

Es beginnt mit einer Idee.

Du brauchst ein Business-Plan, indem Du mal ausformulierst, worum es geht, welche Ideen Du hast und wie Du diese konkret umsetzen willst.

Durch die Planung nimmt alles erst richtig Form an, aber welche Form soll mein Unternehmen annehmen? Darf es sich weiterentwickeln?

Ich hoffe, Du hast hier Antworten auf Deine Fragen gefunden.

Was mir persönlich weitergeholfen hat, sind meine Kolleginnen und Kollegen. Vernetze Dich. Du findest in den Social Media Kanälen Gleichgesinnte. Es gibt (außerhalb von Corona) Treffen, in denen man feststellen kann, mit wem man sogar zusammenarbeiten kann und möchte. Oder sich einfach nur austauschen möchte. So wirst Du gesehen, wahrgenommen und bekommst Tipps und Ratschläge, auf diese wärst Du alleine garnicht gekommen. Andere Blickwinkel.

Und nun – los geht’s! Raus aus der Comfort Zone! Wenn nicht jetzt – wann dann?

Herzlichst, Bea Ritschel.